Impala Sessel von IKEA: ein Designklassiker, bei Sammlern gefragt

Designikonen erkennt man nicht immer sofort. Manchmal müssen sie verschwinden, bevor sie auffallen. Der Impala Sessel von IKEA ist so ein Fall: 1972 von Gillis Lundgren entworfen, nur kurz produziert und heute wiederentdeckt, nicht als nostalgisches Fundstück, sondern als Zeugnis eines Designverständnisses, das Alltagsästhetik ernst nimmt.

Inhalt

Design zwischen Anspruch und Alltag

In den 1970er-Jahren begann IKEA, mit Designerinnen und Designern zu arbeiten, darunter Gillis Lundgren, Karin Mobring und Noboru Nakamura. Der Impala Sessel entstand in diesem Übergang zwischen Serienproduktion und echtem Gestaltungsanspruch.

  • Das Gestell: gebogenes, verchromtes Stahlrohr.
  • Die Sitzfläche: flach, breit und formal reduziert.
  • Der Ausdruck: zurückhaltend, aber eigenständig.

Was heute wie ein Zitat von Bauhaus, Mid-Century und skandinavischer Klarheit wirkt, war damals ein Statement: Design für alle, aber nicht beliebig. Nach Angaben aus dem Handel lief die Produktion 1972 an und endete bald wieder, weil die Herstellung zu teuer war.

Warum der Impala heute wieder auftaucht

In den letzten Jahren hat sich der Blick auf IKEA verändert, nicht nur als Möbelmarke, sondern als kulturelles Phänomen. Alte Kataloge werden gesammelt, frühe Serien getauscht, ausgewählte Stücke kommen in Auktionen. Der Impala steht für diese neue Sicht.

Er zeigt, was IKEA einmal war: ein Experimentierfeld für modernes Wohnen, ohne Prestige, aber mit Konzept. Bei Sammlern ist er heute gefragt.

Ein Sessel mit Prägung

Viele, die dem Impala heute begegnen, kennen ihn aus Erinnerung: als Teil der ersten eigenen Wohnung, als Möbelstück bei Freunden, als Element einer Zeit, in der Wohnen nicht inszeniert war, sondern selbstverständlich. Der Impala ist kein Designzitat, er ist ein Original seiner Zeit.

Er erzählt von einer Phase, in der Form und Funktion neu gedacht wurden, in der Möbel nicht dekorieren sollten, sondern ordnen.

Was ein Vintage-Impala heute leistet

Ein Impala aus den 1970er-Jahren ist kein Retrostück, sondern Ergebnis eines klaren gestalterischen Gedankens. Er bringt Ruhe in einen Raum, bietet bequemes Sitzen ohne viel Volumen und behauptet sich in reduzierten Einrichtungen. Seine Form ist nicht gefällig, sondern präzise.

Das unterscheidet ihn von Neuauflagen im Retrostil, die oft die Oberfläche zitieren, aber nicht den Gedanken dahinter.

Den Impala gab es auch als Sofa

Neben dem Sessel gab es ein flaches Impala-Sofa. Auktionshäuser führen es als Entwurf von Gillis Lundgren für IKEA aus den 1970er-Jahren. Wer nach dem Impala sucht, sucht deshalb oft beides, Sessel und Sofa. Beide tauchen nur selten auf.

Aus derselben Zeit und derselben Idee stammen weitere IKEA-Entwürfe, die heute gesucht werden, etwa der Safari Stuhl von Karin Mobring, der Hocker Bore von Noboru Nakamura oder der Vilbert Stuhl von Verner Panton. Alle verfügbaren Stücke findest du unter IKEA Vintage.

Für wen ist der Impala interessant?

  • Für Menschen, die Gestaltung nicht über die Marke definieren.
  • Für Sammlerinnen und Sammler, die Designideen suchen, nicht Etiketten.
  • Für alle, die wissen: Originalität kommt nicht von Neuheit, sondern von Relevanz.

Fazit

Der IKEA Impala zeigt, dass gutes Design nicht teuer sein muss, wohl aber durchdacht. Er ist ein Möbelstück, das nicht beeindrucken will, sondern seinen Platz einnimmt. Für Räume mit eigenem Rhythmus und für Menschen, die in Möbeln mehr sehen als Funktion, nämlich eine Idee.

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